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Schwangere Bogenschützin mit Bronzemedaille

Olympia

Jodie Grinham schreibt Geschichte: Paralympische Bronzemedaille im Bogenschießen während der Schwangerschaft

Jodie Grinham hat bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris Geschichte geschrieben, indem sie als erste offen schwangere Frau eine Medaille im Bogenschießen gewann. Die Britin, die im siebten Monat schwanger ist, sicherte sich die Bronzemedaille in einem spannenden Stechen gegen ihre Landsfrau und enge Freundin Phoebe Paterson Pine.

Wichtige Erkenntnisse

  • Jodie Grinham gewann die Bronzemedaille im Bogenschießen bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris.
  • Sie ist im siebten Monat schwanger und die erste offen schwangere Frau, die eine Paralympische Medaille gewonnen hat.
  • Grinham besiegte ihre Landsfrau Phoebe Paterson Pine in einem spannenden Stechen.
  • Sie hat Anpassungen an ihrer Technik vorgenommen, um ihre Schwangerschaft zu berücksichtigen.
  • Grinham hofft, ein Beispiel für weibliche Stärke zu setzen.

Ein historischer Moment

Als die Sonne westlich des Eiffelturms unterging, schoss Jodie Grinham sich in die Geschichtsbücher. In einem nervenaufreibenden Stechen gegen Phoebe Paterson Pine, die Gold in Tokio gewonnen hatte, sicherte sich Grinham die Bronzemedaille. Paterson Pine hatte die Möglichkeit, mit ihrem letzten Pfeil einen Zehner zu schießen und zu gewinnen, traf jedoch nur eine Acht, was zu einem Stechen führte.

Grinham, die seit ihrer Jugend mit Paterson Pine trainiert, war überwältigt von Emotionen. „Ich wusste, dass ich eine Zehn brauchte, um Druck auf sie auszuüben“, sagte Grinham. „Manchmal klappt es, manchmal nicht, und es ist hart, wenn es eine Teamkollegin betrifft, aber das ist der Sport.“

Anpassungen und Herausforderungen

Grinham, die für ihre auffällige pinke Haarsträhne und die blauen Haarspitzen bekannt ist, musste aufgrund ihrer Schwangerschaft einige Anpassungen vornehmen. Sie trug einen tief sitzenden Köcher um ihre Mitte und flache Schuhe, um ihre Stabilität zu gewährleisten. Zudem musste sie sich an die Bewegungen ihres aktiven Babys gewöhnen, das sie während des Wettkampfs oft spürte.

„Das Baby hat sich ständig bewegt“, sagte Grinham. „Es war eine echte Ehre zu wissen, dass das Baby da ist und diese kleine Unterstützung in meinem Bauch zu haben.“

Ein Vorbild für weibliche Stärke

Grinham, die bereits bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio eine Silbermedaille gewonnen hatte, wollte zeigen, dass es möglich ist, auch im späten Stadium der Schwangerschaft eine Spitzenathletin zu sein. Sie traf Vorsichtsmaßnahmen und stellte sicher, dass das nächste Krankenhaus nur acht Minuten entfernt war. Trotz einiger gesundheitlicher Bedenken in der Woche vor dem Wettkampf war sie entschlossen, Grenzen zu überschreiten.

„Es gibt kein Stigma“, sagte sie. „Wenn der Arzt sagt, dass es in Ordnung ist, dann mach es.“

Ein unvergessliches Setting

Das Bogenschießen bei den Paralympischen Spielen fand in der malerischen Esplanade des Invalides statt, mit dem Eiffelturm im Hintergrund und der goldenen Kuppel des Hôtel des Invalides in der Nähe. Trotz des frühen Ausscheidens einiger Favoriten, wie der indischen Bogenschützin Sheetal Devi und der Französin Julie Rigault Chupin, war die Atmosphäre elektrisierend.

Grinham hofft, dass ihr Erfolg andere Frauen inspiriert, ihre Träume zu verfolgen, unabhängig von den Umständen. „Ich möchte Mutter und Athletin sein“, sagte sie. „Ich bin nicht bereit, eines von beiden aufzugeben.“

Quellen

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