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Wowball: Die neue Sportart, die den Faustball revolutioniert

In der Welt des Sports gibt es immer wieder neue Entwicklungen, und eine davon ist "Wowball". Diese neue Sportart, die aus dem traditionellen Faustball hervorgegangen ist, verspricht mehr Dynamik und Spaß. Wir haben uns mit Uwe Schneider, dem Vorstandsvorsitzenden des Faustball-Bundes, und Jaro Jungclaussen, einem Weltmeister im Faustball, unterhalten, um mehr über diese aufstrebende Disziplin zu erfahren.

Was ist Wowball?

Wowball ist eine relativ neue und junge Sportart, die aus dem Faustball entstanden ist. Der Name "Wowball" soll die spektakulären Aktionen und den Unterhaltungswert des Spiels widerspiegeln. Die Idee dahinter ist, eine Form des Faustballs anzubieten, die einfacher zu spielen und als Turnierform zugänglich ist, auch für kleinere Gruppen oder sogar nur zwei Personen. Im Gegensatz zum traditionellen Fünfer-Faustball ist Wowball auf einem kleineren Feld angesiedelt und erfordert mehr Ballgefühl und Dynamik von den Spielern.

Wichtige Erkenntnisse

  • Wowball ist eine neue, dynamische Sportart, die aus dem Faustball entwickelt wurde.
  • Der Name "Wowball" soll die spektakulären Aktionen und den Spaß am Spiel hervorheben.
  • Die Sportart ist niederschwellig und kann auch von kleineren Gruppen gespielt werden.
  • Sie erfordert mehr Ballgefühl und Dynamik als traditioneller Faustball.
  • Die Etablierung und Bekanntmachung von Wowball ist eine große Herausforderung.
  • Wowball soll auch in Schulen eingeführt werden, um den Sport näherzubringen.
  • Die Finanzierung von Sportarten, die nicht olympisch sind, ist eine Herausforderung.

Die Entstehung von Wowball

Jaro Jungclaussen, selbst ein erfahrener Faustballer, erklärt, dass Kleinfeld-Faustball schon früher als Spaßfaktor in Zelten oder Freibädern gespielt wurde. Die Idee, daraus eine eigenständige Turnierform zu machen, kam auf, um eine niederschwelligere Variante anzubieten. Während Faustball in Ligen mit fünf gegen fünf Spielern strukturiert ist, soll Wowball Turniere ermöglichen, bei denen man sich auch zu zweit zusammentun kann.

Unterschiede zum traditionellen Faustball

Die Umstellung vom klassischen Fünfer-Faustball auf Wowball bringt einige Änderungen mit sich. Das Spielfeld ist kleiner, was zu einer höheren Dynamik führt. Spieler müssen mehr Ballgefühl mitbringen, um den Ball präzise ins Feld zurückzuspielen. Anders als im Großfeld-Faustball, wo ein Abwehrspieler pro Satz vielleicht nur einen Ballkontakt hat, ist man beim Wowball bei jedem Spielzug involviert. Das bedeutet, man muss im Grunde alles können: zuspielen, schlagen und abwehren. Diese ständige Beteiligung macht das Spiel anstrengender, aber auch reizvoller, da man sich nicht hinter anderen verstecken kann.

Herausforderungen bei der Etablierung

Eine der größten Herausforderungen für den Faustball-Bundes ist es, Wowball bekannter zu machen und zu zeigen, wie cool und zugänglich die Sportart sein kann. Dies beinhaltet auch die Präsenz in den Medien, wie zum Beispiel bei den "Finals" in Dresden. Jaro Jungclaussen merkt an, dass viele Leute, wenn sie mehr über Wowball erfahren, es mit dem bekannten Kleinfeld-Faustball vergleichen. Die Verbreitung des Namens "Wowball" ist daher entscheidend.

Flexibilität und Zugänglichkeit

Ein großer Vorteil von Wowball ist seine Flexibilität. Man kann es theoretisch überall spielen, sei es im Park, im Freibad oder sogar mit selbstgebauten Feldern. Dies macht es zu einer Sportart, die für Menschen jeden Alters und jeder Spielstärke zugänglich ist. Uwe Schneider betont, dass Wowball auch eine gute Möglichkeit ist, den Faustballsport in Schulen zu bringen, da es schnell zu erlernen ist und Kindern hilft, sich zu bewegen.

Faustball im Wandel

Uwe Schneider räumt ein, dass Faustball, wie viele andere Sportarten auch, mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen hat und es schwieriger wird, Menschen für den Sport zu begeistern. Durch verschiedene Aktionen versucht man, Faustball wieder populärer zu machen. Die Medienwirksamkeit spielt dabei eine große Rolle, und es ist wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Die Zukunft von Wowball und Faustball

Die Frage, ob man sich in Zukunft zwischen Faustball und Wowball entscheiden muss, wird von Uwe Schneider verneint. Er glaubt, dass beide Sportarten parallel existieren können, ähnlich wie Volleyball und Beachvolleyball. Für einzelne Spieler kann es jedoch schwierig werden, beide Disziplinen auf hohem Niveau zu spielen, da die Termine kollidieren können. Langfristig hofft man, Wowball international zu etablieren, mit eigenen Turnieren, Ligen und einem Ranglistensystem. Dies könnte auch dem traditionellen Faustball zugutekommen, indem es neue Spieler anzieht.

Finanzierung und Sponsoring

Wie bei vielen nicht-olympischen Sportarten ist auch im Faustball und Wowball das Sponsoring eine Herausforderung. Zwar gibt es Ausrüster wie "Camper", aber große Hauptsponsoren fehlen noch. Die Spieler finanzieren ihre Leidenschaft oft neben dem Beruf, und Reisen zu internationalen Wettkämpfen wie den World Games in China sind nicht immer vollständig finanziert. Dennoch ist die Freude am Sport und die Möglichkeit, Deutschland international zu vertreten, die Hauptmotivation.

Ein Blick in die Zukunft

In zehn Jahren hofft man, dass Wowball international gespielt wird und sich als zweite Säule des deutschen Faustballs etabliert hat. Es geht darum, eine Bewegung zu schaffen, die Spaß macht und Menschen verbindet. Die Kombination aus traditionellem Faustball und dem dynamischen Wowball könnte eine starke Synergie für die Zukunft des Sports bedeuten.

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