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Von Olympia zu den World Games: Nina Holts Weg im Rettungssport

Nina Holt ist eine beeindruckende Athletin, die sowohl an Olympischen Spielen als auch an den World Games teilgenommen hat. Im Gespräch teilt sie ihre Erfahrungen und Einblicke in die Welt des Schwimmens und des Rettungssports, von den Herausforderungen bis zu den Erfolgen.

Von Olympia zu den World Games

Nina Holt blickt auf zwei große internationale Wettkämpfe zurück: die Olympischen Spiele in Paris und die World Games in Chengdu. Während Paris eine tolle Erfahrung war, bezeichnet sie die World Games als "noch eine andere Hausnummer". Die Teilnahme an Olympia hat ihre Perspektive auf die World Games nicht negativ beeinflusst, sondern eher geholfen, entspannt zu bleiben. Sie hatte bereits zwei große Events hinter sich und wusste, dass sie mit Druck umgehen kann.

Schwimmen vs. Rettungssport

Obwohl beides Wassersportarten sind, gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem "normalen" Schwimmen und dem Rettungssport. Im Wettkampf geht es bei beiden darum, schnell ins Ziel zu kommen. Beim Rettungssport kommen jedoch zusätzliche Elemente hinzu, wie das Hantieren mit Puppen, was mehr Raum für Fehler bietet. Nina erklärt, dass im Rettungssport "ein bisschen mehr schiefgehen kann".

Wichtige Erkenntnisse

  • Rettungssport erfordert neben Schwimmfähigkeiten auch die Fähigkeit, mit unerwarteten Situationen umzugehen.
  • Die Teilnahme an verschiedenen Wettkämpfen hilft, die mentale Stärke und Konzentration zu verbessern.
  • Rettungssport kann international eine familiärere Atmosphäre haben als Schwimmen.

Der Weg in den Rettungssport

Nina ist seit etwa 10 Jahren im Rettungssport aktiv. Ursprünglich im Schwimmverein, suchte sie nach mehr Trainingsmöglichkeiten und stieß auf die DLRG. Was als Wunsch nach mehr Schwimmzeit begann, entwickelte sich schnell zu einer Leidenschaft für den Wettkampfsport. Schon bei ihren ersten deutschen Meisterschaften im Rettungssport war sie erfolgreich und entdeckte den Spaß an der neuen Herausforderung.

Synergien zwischen den Sportarten

Nina sieht klare Vorteile darin, beide Sportarten zu betreiben. Vom Schwimmen hat sie die Grundlagen gelernt, während der Rettungssport ihr beigebracht hat, mit kleinen Fehlern umzugehen und konzentriert zu bleiben. Diese Fähigkeit, fokussiert zu bleiben, wenn etwas nicht nach Plan läuft, ist ein wichtiger Aspekt, den sie in beide Disziplinen mitnimmt. Zudem lernt sie durch die parallele Ausübung beider Sportarten viele neue Leute kennen und schätzt das "ziemlich coole Teamgefühl", besonders im internationalen Rettungssport.

Erfolg bei den World Games

Bei den World Games in Chengdu räumte Nina Holt beeindruckend ab und gewann zahlreiche Medaillen. Sie hatte sich keine konkreten Ziele wie "fünfmal Gold" gesetzt, aber natürlich gehofft, erfolgreich zu sein. Der straffe Zeitplan der Wettkämpfe ließ wenig Raum zum Nachdenken, sodass sie sich voll auf ihre Leistung konzentrieren musste. Besonders spannend fand sie die Staffelwettkämpfe, bei denen sie sich auf ihre Teamkolleginnen verlassen konnte.

Einzel- vs. Staffelwettkämpfe

Sowohl Einzel- als auch Staffelwettkämpfe haben ihren Reiz. Staffeln machen Nina besonders viel Spaß, vor allem mit einem eingespielten Team, bei dem Vertrauen und Schnelligkeit zählen. Im Einzel weiß sie, dass sie selbst abliefern muss. Vor ihrem ersten Start bei den World Games war sie sehr nervös, da es ihr erstes Rennen nach längerer Zeit in dieser Disziplin war.

Zukunftspläne und Pausen

Nach einer langen und intensiven Saison, die fast ein Jahr dauerte, gönnte sich Nina eine wohlverdiente Pause. Sie ist erst kürzlich wieder ins Training eingestiegen. Größere Wettkämpfe stehen für dieses Jahr nicht mehr an, abgesehen von der Kurzbahn-EM im Dezember, die ihre erste Schwimm-EM sein wird.

Umgang mit Medaillen und Zukunftsperspektiven

Nina hat ihre Medaillen in einer schönen Bambusschachtel aufbewahrt. Eine Medaille steht auf einem von ihrer Mutter gedruckten Medaillenständer in der Vitrine. Sie überlegt, wie sie in Zukunft mehr Platz für ihre Erfolge schaffen kann, schließt aber ein Bankschließfach vorerst aus. Die Frage, ob Rettungssport olympisch wird, bleibt offen. Es gab Bestrebungen, Teile davon in das Programm aufzunehmen, aber genaue Informationen dazu hat sie nicht.

Schwimmen oder Rettungssport?

Auf die Frage, was sie lieber macht, antwortet Nina klar: Schwimmen. Sie betont jedoch, dass beide Sportarten ihre eigenen Reize haben. Während beim Rettungssport mehr schiefgehen kann und ein breiteres Repertoire an Fähigkeiten gefragt ist, genießt sie beim Schwimmen die Einfachheit, ihre eigene Bahn zu haben und einfach abliefern zu müssen. Auch Staffeln sind in beiden Disziplinen wichtig, wobei sie im Rettungssport einen etwas höheren Stellenwert für die Teamwertung haben.

Trainingsgewohnheiten und Ernährung

Nina ist eher ein Spätaufsteher und blüht nachmittags auf. Sie mag es, schnell zu schwimmen und bevorzugt Trainings, bei denen sie auch mal kurz die Luft anhalten muss. Bei der Ernährung gilt: Viel trainieren bedeutet, viel essen zu müssen, um die Speicher wieder aufzufüllen. Sie versucht, dabei auf gesündere Optionen zurückzugreifen, aber auch mal ein Burger am Wochenende ist erlaubt.

Duale Sportbelastung und Studium

Nina bezeichnet sich aktuell als Profisportlerin und studiert derzeit nichts. Sie überlegt noch, was sie in Zukunft machen möchte, da der Sport sehr zeitintensiv ist. Sie hat großen Respekt vor denen, die ein Studium neben dem Leistungssport meistern.

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