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Sportstunde – Interview komplett SWimbledon Preview mit Andreas Thies
Willkommen zur Sportstunde! In dieser Folge sprechen wir mit Andreas Thies über Wimbledon. Wir tauchen ein in die Neuerungen des Turniers, die Favoriten bei den Damen und Herren und die Chancen der deutschen Spieler. Es wird spannend, denn dieses Jahr gibt es einige Überraschungen und viel Potenzial für aufregende Matches.
Wimbledon 2024: Was ist neu?
Dieses Jahr bringt Wimbledon einige interessante Änderungen mit sich. Eine große Neuerung ist die Abschaffung der Linienrichter. Stattdessen kommt das Electronic Line Calling zum Einsatz, was hoffentlich viele Diskussionen über strittige Entscheidungen erspart. Auch die Startzeiten der Finals wurden angepasst: Das Frauenfinale am Samstag und das Herrenfinale am Sonntag beginnen jeweils um 17 Uhr deutscher Zeit (16 Uhr englischer Zeit). Das ist ein Schritt in Richtung Moderne für den All England Club.
Ein weiterer Punkt, der ins Auge sticht, ist das erhöhte Preisgeld. Gegenüber dem Vorjahr gibt es 7% mehr, insgesamt 53,5 Millionen Pfund zu gewinnen. Das ist schon eine Hausnummer!
Wichtige Neuerungen:
- Elektronische Linienrichter (Electronic Line Calling)
- Finals beginnen um 17 Uhr deutscher Zeit
- Erhöhtes Preisgeld von 53,5 Millionen Pfund
Wer sind die Favoriten?
Damen
Bei den Damen ist das Feld dieses Jahr besonders offen. Es gibt nicht die eine klare Topfavoritin. Iga Swiatek, eigentlich eine Sandplatzspezialistin, hat sich auf Rasen noch nie richtig wohlgefühlt. Auch Aryna Sabalenka ist auf diesem Belag nicht zu 100% sicher. Coco Gauff hat in Berlin eher schwach gespielt und zählt wohl nicht zu den engsten Favoritinnen.
Es könnten Spielerinnen wie Qinwen Zheng, Mirra Andreeva oder Madison Keys überraschen. Auch Elena Rybakina ist immer eine Kandidatin. Andreas Thies erwartet ein „wildes Turnier“ und eine Überraschungssiegerin, ähnlich wie in den letzten beiden Jahren mit Markéta Vondroušová (2023) und Barbora Krejčíková (2024). Vondroušová hat sich nach ihrer Verletzungspause in Berlin in sehr guter Rasenform gezeigt.
Herren
Bei den Herren sind die Topfavoriten klar: Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. Sie haben sich vom Rest des Feldes abgesetzt und sind die Spieler, die es zu schlagen gilt. Alcaraz hat seine Rasenform zuletzt im Londoner Queens Club unter Beweis gestellt, auch wenn er dort mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Sinner hat sich zwar in Halle von Alexander Bublik überraschen lassen, aber das wird ihm wohl nicht noch einmal passieren.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Jack Draper. Er gilt als legitimer Nachfolger von Andy Murray und die Erwartungen in Großbritannien sind riesig. Er wird an vier gesetzt sein und kann so Jannik Sinner und Carlos Alcaraz bis zum Halbfinale aus dem Weg gehen. Allerdings hat er in Queens nicht zu 100% überzeugt, und der Druck der britischen Presse ist enorm. Es bleibt abzuwarten, ob er damit umgehen kann. Andreas Thies glaubt nicht, dass er dieses Jahr schon den Titel holen wird.
Deutsche Hoffnungen
Tatjana Maria
Tatjana Maria hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie auf Rasen gut spielen kann und sogar schon das Halbfinale in Wimbledon erreicht. Sie weiß, wie man starke Gegnerinnen aus dem Turnier nimmt. In Queens hatte sie eine absolute Traumwoche. Ob sie das wiederholen kann, ist fraglich. Andreas Thies sieht sie nicht im erweiterten Favoritenkreis, aber mit einer guten Auslosung könnte sie ein paar Runden überstehen. Sie ist immer für eine gute Geschichte gut und kann Gegnerinnen Kopfschmerzen bereiten, wenn sie in ihren „Groove“ kommt.
Alexander Zverev
Alexander Zverev hat sich dieses Jahr intensiv auf Rasen vorbereitet, unter anderem in Stuttgart und Halle. Er hat gut gespielt, aber gegen seine „Angstgegner“ wie Taylor Fritz und Daniil Medvedev verloren. Sein Ziel sollte es sein, zum ersten Mal in seiner Karriere das Viertelfinale in Wimbledon zu erreichen. Das hat er bisher noch nie geschafft. Alles, was darüber hinausgeht, wäre ein Bonus. Ein Turniersieg ist laut Andreas Thies eher unwahrscheinlich.
Deutsche Junioren
Die deutschen Junioren haben bei den French Open für Furore gesorgt. Max Schönhaus und Niels McDonald standen im Finale, und Eva Bennemann und Sonja Zinikova gewannen den Doppeltitel. Auf Rasen ist die Situation jedoch anders, da die Junioren selten auf diesem Belag spielen. Sie hatten die Möglichkeit, in Halle zu trainieren und werden ein Vorbereitungsturnier in Roehampton spielen.
Es gibt einen vielversprechenden Kern an hochtalentierten Spielerinnen und Spielern, die das Potenzial haben, in die Top 50 oder Top 100 der Weltrangliste vorzustoßen. Dazu gehören neben den bereits genannten auch Julia Stusek, Mariella Tames (erst 15 Jahre alt) und Ida Wobker. Bei den Jungs sind Niels McDonald, Jamie McKenzie, Max Schönhaus, Diego Dedura und Justin Engel vielversprechende Talente. Es gibt also Hoffnung für die Zukunft des deutschen Tennis!
Wo kann man Andreas Thies hören?
Andreas Thies wird in der ersten Woche von Wimbledon für Amazon Prime kommentieren. Den Rest der Zeit wird er für die Sportschau schreiben. Also, wer seine Expertise nicht missen möchte, weiß, wo er einschalten muss!
Wir freuen uns auf ein spannendes Wimbledon-Turnier mit vielen Überraschungen und hochklassigem Tennis. Bis zum nächsten Grand Slam, den US Open!
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