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Sportstunde – Interview komplett Marius Riedel, Ravensburg Towerstars
Dieses Interview mit Marius Riedel von den Ravensburg Towerstars gibt uns einen tiefen Einblick in die Welt des Eishockeys, insbesondere in die Herausforderungen und Ambitionen eines Top-Teams der DEL2. Marius Riedel spricht offen über die Gründe, warum die Towerstars bisher nicht aufgestiegen sind, welche Änderungen vorgenommen wurden und wie die Zukunft des Vereins aussieht. Es ist eine spannende Unterhaltung über sportliche Ziele, finanzielle Realitäten und die Leidenschaft für den Sport.
Der Weg in die DEL: Ein langer Atem
Die Ravensburg Towerstars sind seit Jahren eine feste Größe in der DEL2. Doch trotz sportlicher Erfolge, wie dem Gewinn der Meisterschaft, blieb der Aufstieg in die DEL bisher verwehrt. Marius Riedel erklärt, dass dies hauptsächlich an den strengen Lizenzierungsanforderungen der DEL lag, insbesondere an den Stadionvorgaben. Die CG Arena in Ravensburg musste angepasst werden, um den Kriterien zu entsprechen. Das ist ein großer Aufwand, der nicht von heute auf morgen geht.
Die gute Nachricht ist: Die Towerstars haben sich für die DEL beworben und die notwendigen Schritte unternommen, um die Lizenz zu erhalten. Das bedeutet, dass ein Aufstieg nun theoretisch möglich wäre. Es sind zwar noch einige bauliche Veränderungen am Stadion nötig, wie zum Beispiel die Vergrößerung des VIP-Bereichs, aber diese sind im Bereich des Möglichen. Ein Aufstieg ist aber auch immer mit einer erheblichen finanziellen Belastung verbunden, und die wirtschaftliche Grundlage muss stimmen. Das braucht Zeit und eine gute Planung.
Sportliche Ambitionen und Realitäten
Es ist nicht einfach, Spieler zu motivieren, wenn man weiß, dass ein Aufstieg trotz Meisterschaft nicht möglich ist. Marius Riedel betont jedoch, dass für die Spieler der Ehrgeiz, das Maximum aus jeder Saison herauszuholen, im Vordergrund steht. Eine Meisterschaft zu feiern, ist immer ein riesiges Ereignis, auch wenn der Aufstieg nicht direkt folgt. Jeder Sportler möchte gewinnen, und das ist die Hauptmotivation.
Die letzte Saison war besonders spannend, da die Towerstars das Finale verloren haben. Das hatte weitreichende Folgen für die Liga. Hätten die Towerstars gewonnen, hätte es keinen Aufsteiger aus der DEL2 gegeben, was wiederum bedeutet hätte, dass kein Team aus der DEL abgestiegen wäre. Da die Düsseldorfer EG Letzter in der DEL wurde, sind sie nun in die DEL2 abgestiegen. Das macht die Liga in der kommenden Saison noch attraktiver und spannender, da ein weiterer Traditionsverein dabei ist.
Schlüssel-Erkenntnisse
- Die Ravensburg Towerstars haben sich für die DEL beworben und die Lizenzierungsanforderungen erfüllt.
- Stadionanpassungen, insbesondere die Vergrößerung des VIP-Bereichs, sind für einen möglichen Aufstieg notwendig.
- Finanzielle Stabilität ist entscheidend für einen DEL-Aufstieg.
- Spieler sind motiviert, das Maximum aus jeder Saison herauszuholen, unabhängig von Aufstiegschancen.
- Der Abstieg der Düsseldorfer EG macht die DEL2 in der kommenden Saison noch attraktiver.
Kaderplanung und Liga-Niveau
Die Kaderplanung ist ein fortlaufender Prozess, der nicht erst nach Saisonende beginnt. Marius Riedel erklärt, dass die meisten Kaderentscheidungen bereits während der laufenden Saison getroffen werden. Das ist wichtig, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, besonders wenn finanzstarke Vereine wie Düsseldorf in die Liga kommen. Die Towerstars setzen auf ein Team, das gut zusammenpasst und bei dem die Kabine intakt ist. Das ist oft wichtiger als das größte Budget zu haben.
Das Niveau der DEL2 hat sich in den letzten Jahren stark verbessert und nähert sich immer mehr dem der DEL an. Marius Riedel sieht das positiv, da es den Sport attraktiver macht. Er kritisiert jedoch die strengen Lizenzierungsregeln im deutschen Eishockey, die es kleineren Vereinen schwer machen, aufzusteigen, selbst wenn sie sportlich erfolgreich sind. Er wünscht sich ein System, das mehr Vereinen die Chance gibt, aufzusteigen, ähnlich wie im Fußball, wo Vereine Auflagen bekommen, die sie über einen längeren Zeitraum erfüllen können.
Ein Blick in die Zukunft
Sollte der Aufstieg in die DEL gelingen, steht Marius Riedel und seinem Team ein ereignisreicher Sommer bevor. Neben den notwendigen Stadionumbauten muss auch ein DEL-tauglicher Kader zusammengestellt werden. Gleichzeitig muss die Planung für die DEL2 weiterlaufen, falls die DEL-Lizenzierung doch nicht klappt. Das ist eine enorme Arbeitsbelastung, die kaum Zeit für Urlaub lässt.
Für die kommende Saison freut sich Marius Riedel besonders auf die Spiele gegen die Düsseldorfer EG, da sie einen großen Mehrwert für die Liga darstellen. Auch die Duelle mit Landshut und Krefeld versprechen wieder spannend zu werden, da es in der Vergangenheit emotionale Serien gab. Die DEL2 wird in der nächsten Saison sehr ausgeglichen sein, mit einigen Top-Teams wie Düsseldorf, Kassel und Krefeld, aber auch einem breiten Mittelfeld, in dem jeder Verein ein gutes Jahr haben kann.
Sommerpause und persönliche Leidenschaften
Auch wenn die Saison vorbei ist, gibt es für Marius Riedel viel zu tun. Die letzten Positionen im Kader müssen besetzt werden, insbesondere die Importspieler, da der Markt hier größer ist und mehr Scouting erfordert. Der Spielplan muss organisiert, Trainingslager geplant und Wohnungen für die ausländischen Spieler gefunden werden. Ein voller Terminkalender, der kaum Zeit für Entspannung lässt.
Abseits des Eishockeys versucht Marius Riedel, viel Sport zu treiben, um abzuschalten und fit zu bleiben. Er spielt gerne Padel, Tennis, fährt Rennrad und geht ab und zu Golfen. Sport ist für ihn ein wichtiger Ausgleich zum Arbeitsalltag und eine Möglichkeit, Spaß zu haben und den Kopf freizubekommen. Er genießt es, in Gesellschaft Sport zu treiben, aber auch mal alleine auf dem Rennrad die Region zu erkunden und Podcasts zu hören. Das ist seine Art, die Batterien wieder aufzuladen, bevor die nächste intensive Eishockey-Saison beginnt.
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