Connect with us

Neue Episode

Sportstunde – Interview komplett Ludmilla Eimer, Abnoetauchen

Diese Woche hatten wir das Vergnügen, Ludmilla Eimer zu interviewen, eine beeindruckende Sportlerin im Bereich des Apnoetauchens. Sie hat kürzlich an der Weltmeisterschaft teilgenommen und dabei bemerkenswerte Leistungen erzielt. Aber Apnoetauchen ist nicht nur etwas für die Tiefen des Meeres; es gibt auch spannende Disziplinen im Schwimmbecken.

Apnoetauchen im Schwimmbecken

Apnoetauchen, auch Freitauchen genannt, findet nicht nur im offenen Meer statt. Es gibt auch Disziplinen, die im Schwimmbecken ausgetragen werden und dort sehr beliebt sind. Diese Pooldisziplinen sind für viele Sportler eine wichtige Trainingsgrundlage.

Was passiert beim Apnoetauchen im Becken?

Im Gegensatz zum Tiefseetauchen, wo es um große Tiefen geht, konzentriert sich das Apnoetauchen im Becken auf die Strecke. Man taucht mit angehaltenem Atem eine bestimmte Distanz, so weit es eben geht. Das kann in einem 25-Meter- oder 50-Meter-Becken stattfinden.

Es gibt zwei Hauptarten von Disziplinen im Becken:

  • Dynamisches Tauchen: Hierbei wird eine Strecke mit angehaltenem Atem zurückgelegt. Dies kann mit Monoflosse, mit zwei Flossen oder ganz ohne Flossen erfolgen.
  • Statisches Tauchen: Bei dieser Disziplin liegt man ruhig auf dem Wasser und hält den Atem so lange wie möglich an. Es geht darum, die Zeit zu maximieren, ohne sich zu bewegen.

Ludmillas Erfolge bei der WM

Ludmilla hat bei der Weltmeisterschaft in allen vier Disziplinen persönliche Bestleistungen aufgestellt:

  • Monoflosse: 192 Meter
  • Ohne Flossen: 141 Meter
  • Mit zwei Flossen: 179 Meter
  • Statisches Tauchen: 6 Minuten und 9 Sekunden

Die Unterschiede zwischen den Disziplinen, besonders mit und ohne Flossen, sind beachtlich. Die Monoflosse ermöglicht durch ihren großen Vortrieb höhere Geschwindigkeiten und größere Distanzen. Das Tauchen ohne Flossen ist hingegen eine sehr technische Disziplin, die viel Konzentration und Kraft erfordert.

Die Technik des Tauchens ohne Flossen

Beim Tauchen ohne Flossen ist nicht die Geschwindigkeit entscheidend, sondern die Effizienz und die Fähigkeit, den Sauerstoff möglichst lange zu speichern. Eine ruhige und entspannte Ausführung ist hierbei wichtiger als Schnelligkeit. Man gleitet durch das Wasser, um den Sauerstoffverbrauch zu minimieren.

Die Technik ähnelt dem Brustschwimmen, aber mit dem Fokus auf Ausdauer und Sauerstoffmanagement. Es ist wichtig, die richtige Menge Luft einzuatmen und dann möglichst entspannt zu tauchen. Entspannung senkt den Puls und reduziert den Sauerstoffverbrauch.

Wendungen und Sauerstoffverbrauch

Wendungen im Becken kosten zwar Energie und Sauerstoff, können aber auch Vorteile bringen. Ein guter Abstoß von der Wand ermöglicht ein langes Gleiten, was wiederum Sauerstoff spart. Manche Athleten bevorzugen 25-Meter-Becken wegen der häufigeren Wendungen, während andere die längeren Bahnen in 50-Meter-Becken schätzen.

Mentale Stärke beim statischen Tauchen

Beim statischen Tauchen, wo man sich nicht bewegt, ist die mentale Komponente besonders wichtig. Der Körper sendet Signale, dass er atmen möchte, was auf einen Anstieg von Kohlendioxid zurückzuführen ist. Doch das bedeutet nicht unbedingt, dass der Sauerstoff knapp wird. Durch Training lernt man, diese Signale zu tolerieren und den Atemreiz hinauszuzögern. Es ist ein Kampf gegen die eigenen Gedanken, bei dem Entspannung und Konzentration auf sich selbst im Vordergrund stehen.

Training und Sicherheit

Das Training findet hauptsächlich im Schwimmbecken statt, um die Leistung in den Pool-Disziplinen zu verbessern. Beim statischen Tauchen reicht auch ein kleineres Becken. Eine wichtige Regel beim Apnoetauchen ist, niemals alleine zu trainieren. Man trainiert immer zu zweit, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Der Weg zur Nationalmannschaft

Ludmilla ist Mitglied in zwei Verbänden, AIDA und CMAS, die verschiedene Meisterschaften organisieren. Durch regelmäßiges Training und Teilnahme an Wettkämpfen, wie der deutschen Meisterschaft, kann man sich für internationale Veranstaltungen wie die Weltmeisterschaft qualifizieren.

Ziele für die Zukunft

Nach ihren Erfolgen plant Ludmilla eine Wettkampfpause über den Herbst und wird ab Januar wieder aktiv in den Wettkampfmodus wechseln. Ihr nächstes großes Ziel ist die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Ungarn. Sie strebt auch gute Platzierungen bei den deutschen Meisterschaften an. Bei der diesjährigen deutschen Meisterschaft wurde sie Zweite und bei der Weltmeisterschaft belegte sie den zwölften Platz in der Gesamtwertung, was bei allen Altersklassen zusammen eine beachtliche Leistung ist.

Wir wünschen Ludmilla viel Erfolg für ihre zukünftigen Wettkämpfe und hoffen, dass sie ihre Ziele erreicht!

Anzeige

Interviews

Podcasts

Mehr zu Neue Episode