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Sportstunde – Höhner über EM-Song und ihre Sportbegeisterung

Die Kölner Band Höhner ist bekannt dafür, Musik für große Sportveranstaltungen zu machen. Im Podcast "Sportstunde" sprechen Patrick Lück und Michael Schläger über ihre Erfahrungen bei der Komposition von Sport-Hymnen, insbesondere für die Hockey-Europameisterschaft in Mönchengladbach. Sie teilen Einblicke in den Entstehungsprozess, die Verbindung von Musik und Sportemotionen und ihre eigene sportliche Vergangenheit.

Die Höhner und der Sport: Eine Tradition

Die Höhner haben sich über die Jahre einen Namen als Schöpfer von Sport-Hymnen gemacht. Was einst mit dem FC Köln begann, hat sich zu einer Tradition entwickelt, bei der die Band bei großen Sportereignissen musikalisch mitwirkt. Von Handball über Fußball bis hin zu Basketball und nun Hockey – die Höhner sind dabei, wenn es darum geht, Emotionen in Musik zu verpacken.

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Höhner haben eine lange Tradition darin, Musik für große Sportveranstaltungen zu schaffen.
  • Sie sehen viele Parallelen zwischen den Emotionen im Sport und in der Musik.
  • Die Entstehung eines Sport-Songs erfordert oft die Zusammenarbeit mit den Verbänden und das Einbeziehen spezifischer Formulierungen.
  • Die Bandmitglieder sind selbst sportbegeistert und haben eigene sportliche Hintergründe.
  • Die Pflege der Fitness ist für die Bandmitglieder im Hinblick auf ihre Auftritte unerlässlich.

Vom FC Köln zur Hockey-EM

Die Verbindung zu Mönchengladbach für die Hockey-EM ist für die Höhner kein Problem, auch wenn sie als FC-Fans bekannt sind. Patrick Lück erklärt, dass persönliche Beziehungen und die allgemeine Begeisterung für den Sport die Motivation sind. Michael Schläger ergänzt, dass die Emotionen im Sport und in der Musik sehr ähnlich sind, was das Schreiben von Songs für Sportveranstaltungen erleichtert.

Patrick Lück erinnert sich an seine eigene Hockey-Erfahrung, die hauptsächlich auf den Schulsport und das Spielen auf zugefrorenen Seen zurückgeht. Er beschreibt Hockey als einen intensiven Sport, der mitreißt, ähnlich wie andere Mannschaftssportarten, bei denen ein Ball im Spiel ist.

Der Entstehungsprozess eines Sport-Songs

Michael Schläger erläutert, dass die Entstehung eines Sport-Songs oft eine Zusammenarbeit mit den zuständigen Verbänden beinhaltet. Manchmal werden spezifische Formulierungen von Experten aus dem jeweiligen Sportbereich eingebracht, die dann textlich umgesetzt werden müssen, damit sie gut zur Melodie passen. Die Höhner nutzen dabei auch eigene Inhalte, die bereits in früheren Songs vorhanden waren, und passen sie an die jeweilige Sportart an.

Patrick Lück merkt an, dass es zwar einfacher wäre, bestehende Hymnen leicht abzuändern, die Band aber Wert darauf legt, für jede Sportart etwas Neues und Passendes zu schaffen. Der Song "Wenn ich jetzt wann dann" wurde ursprünglich für ein anderes Projekt geschrieben und hat sich zu einer Art Hymne für die Band entwickelt, die sie auch bei Konzerten einsetzen.

Nervosität und Auftritte

Ähnlich wie die Sportler vor einem wichtigen Spiel, empfinden auch die Höhner vor ihren Auftritten eine gewisse Nervosität, die sie als "Kribbeln" bezeichnen. Dieses Kribbeln ist wichtig, um eine gute Performance abzuliefern. Sie sind zuversichtlich, dass ihre Musik beim Publikum gut ankommt und sie die Leute mitreißen können, wie es ihnen bisher immer gut gelungen ist.

Die Band hat bereits gesehen, wie ihr Song in Trailern für Sportveranstaltungen eingesetzt wurde, und freut sich über die gute Abstimmung zwischen Musik und Bildern. Dies bestärkt sie in ihrer Überzeugung, dass ihre Musik die richtige Atmosphäre schafft.

Musik für Sport vs. normale Songs

Michael Schläger betont, dass es aus musikalischer Sicht keinen Unterschied macht, ob man einen Sportsong oder einen "normalen" Song schreibt. In beiden Fällen geht es darum, Emotionen in die Musik zu packen. Ob ein Text oder eine Melodie zuerst entsteht, oder beides gleichzeitig, hängt vom Entstehungsprozess ab. Viele ihrer Songs, auch die, die nicht explizit für den Sport geschrieben wurden, können als emotionale Songs für verschiedene Anlässe genutzt werden.

Er hebt hervor, dass es entscheidend ist, die Menschen emotional zu erreichen, unabhängig vom Anlass. Der Sport sei besonders empfänglich für Musik, da die Emotionen der Begeisterung oft ähnlich sind.

Die Zukunft: Handball-WM und mehr

Mit Blick auf die kommende Handball-Weltmeisterschaft in zwei Jahren sind die Höhner offen für neue Projekte, auch wenn sie betonen, dass der Erfolg eines Songs auch vom sportlichen Erfolg der Mannschaft abhängt. Sie haben ihren Song von 2007 bereits neu aufgenommen und sind gespannt, was die Zukunft bringt.

Die Band ist auch offen für Anfragen von anderen Vereinen, lehnt aber Anfragen von Fortuna Düsseldorf kategorisch ab, da ihre Verbundenheit zum 1. FC Köln zu groß ist.

Sportliche Leidenschaft der Band

Die Bandmitglieder sind selbst sehr sportaffin. Patrick Lück hat früher Fußball gespielt und verschiedene Ballsportarten ausprobiert, während Michael Schläger ebenfalls eine sportliche Vergangenheit hat und sich auf seine Fitness konzentriert, um die anspruchsvollen Auftritte zu bewältigen. Sie verfolgen Ergebnisse und sind begeistert von den sportlichen Leistungen, insbesondere wenn sie für diese auch Songs schreiben.

Patrick Lück erinnert sich an seine Schulzeit mit gemischten Gefühlen, besonders an Turnen und Schwimmen, wo er sich nicht wohlfühlte. Er betont jedoch die schönen Momente im Fußball und Tennis. Michael Schläger teilt ähnliche Erinnerungen an das Turnen, aber auch die Begeisterung für Mannschaftssportarten.

Lieblings-Sport-Hymnen

Neben ihren eigenen Hymnen schätzen die Höhner auch Klassiker wie "You’ll Never Walk Alone" von Liverpool und "One Moment in Time" von Whitney Houston. Sie finden, dass moderne Sport-Hymnen oft nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie frühere Hits, die zu Welthits wurden. Die FC-Hymne hat für sie einen besonderen Stellenwert, da sie oft zur besten Hymne der Bundesliga gewählt wurde.

Ausblick: Tour und Auftritte

Die Höhner haben eine volle Agenda mit Auftritten, darunter ein Classic Open Air, Konzerte in der Philharmonie und eine Deutschland-Tour ab Oktober. Sie betonen die Wichtigkeit, fit zu bleiben, um das hohe Pensum an Auftritten, insbesondere während der Karnevalssaison, bewältigen zu können. Sie planen auch Auftritte bei der Hockey-EM und hoffen auf deutsche Beteiligung.

Erinnerungen an den Schulsport

Die Bandmitglieder teilen humorvolle Erinnerungen an ihren Schulsport. Patrick Lück hatte Probleme mit Turnen und Schwimmen, während Michael Schläger sich an das Barren-Trauma erinnert. Beide betonen jedoch, dass sie einen unglaublichen Ehrgeiz haben, der besonders in Mannschafts- und Ballsportarten zum Tragen kommt.

Die Kraft der Gemeinschaft im Sport

Die Höhner freuen sich, dass ihre Songs wie "Wir sind hier und jetzt" oder "Uns packt das Fieber" die Gemeinschaft und den Teamgeist im Sport fördern. Sie hoffen, dass ihre Musik die Fans mitreißt und zu sportlichen Erfolgen beiträgt. Die gute Resonanz auf ihre Songs, wie die hohen Streamingzahlen zeigen, bestärkt sie darin.

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