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Kanutouren in atemberaubender Natur.

Neue Episode

Wenn man zu den schlechtesten Teams der Welt gehört und es gibt Spektakel im Kanu!

Diese Woche war wieder vollgepackt mit Sportthemen! Wir haben über die deutsche Fußballnationalmannschaft gesprochen, die uns mit ihrer Leistung enttäuscht hat, und über den ungewöhnlichen Job eines Nationaltrainers in Liechtenstein. Außerdem gab es spannende Einblicke in die Welt des Kanu-Freestyles und die Herausforderungen, denen Synchronschwimmerinnen gegenüberstehen. Und natürlich durfte ein Blick auf die French Open und die NHL nicht fehlen.

Fußball: Wenn Verlieren zum Alltag gehört

Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat uns mal wieder gezeigt, dass man sich nicht zu früh freuen sollte. Nach einer enttäuschenden Leistung gegen Portugal war die Ernüchterung groß. Manchmal ist Sport einfach komisch und nicht zu erklären. Ein Tor schießen und dann trotzdem verlieren – das ist schon seltsam.

Konrad Fünfstück: Nationaltrainer in Liechtenstein

Konrad Fünfstück ist einer von sieben deutschen Nationaltrainern weltweit. Er trainiert die Mannschaft von Liechtenstein, dem sechstkleinsten Land der Welt, das in der FIFA-Weltrangliste auf Platz 205 liegt. Für einen Trainer ist das eine besondere Herausforderung, denn Siege sind selten. Liechtenstein ist auch das einzige UEFA-Land ohne eigenes Ligasystem.

Fünfstück sieht seinen Job trotzdem als Privileg. Er war über 20 Jahre im professionellen Fußball in Deutschland tätig und das Angebot, eine Nationalmannschaft zu führen, war etwas Besonderes. Er musste gut abwägen, was er wollte, aber die Möglichkeit, in einem Verband in leitender Rolle zu sein, reizte ihn. Es ist ein Abenteuer, denn jede Trainerstation hat ihre Eigenheiten und Schwierigkeiten.

Die größte Herausforderung war, eine Mannschaft zu übernehmen, deren Spieler er nicht kannte. Er musste sich schnell einarbeiten und die Spieler sowie ihre Vereine kennenlernen. Der größte Unterschied zum Vereinstrainerjob ist, dass er nur wenige Wochen im Jahr direkten Kontakt zur Mannschaft hat. Die meiste Zeit verbringt er damit, die Spieler außerhalb dieser "Football Weeks" zu begleiten.

Es ist nicht einfach, eine Mannschaft zu trainieren, die selten gewinnt. Liechtenstein hat nur etwa 2000 Fußballer insgesamt, und der Kader der Nationalmannschaft umfasst 40 Spieler. Fünfstücks Ziel ist es, Grenzen zu verschieben und eine einheitliche Spielphilosophie in alle U-Teams und Akademien zu bringen. Sie haben es geschafft, auch Phasen zu haben, in denen sie Fußball spielen können, nicht nur verteidigen. Im letzten Jahr haben sie von zehn Länderspielen fünfmal nicht verloren, was für Liechtenstein ein großer Erfolg ist. Ein 0:0 zur Halbzeit gegen Portugal ist für sie ein Riesenerfolg, vergleichbar mit einem Verbandsligisten, der im DFB-Pokal gegen Bayern München spielt und nicht abgeschlachtet wird.

Kanu-Freestyle: Spektakel auf der Welle

Kanu-Freestyle ist eine spektakuläre Disziplin, bei der man auf einer stehenden Welle Tricks macht, ähnlich wie beim Skateboarden in einer Halfpipe. Jonas Unterberg ist ein Pionier in dieser Sportart und erklärt, dass die Tricks von drei Schiedsrichtern bewertet werden. Im Gegensatz zum Slalom, wo man einen Kurs fährt, geht es hier darum, auf der Welle zu bleiben und Kunststücke zu zeigen.

Plattling ist ein wichtiger Ort für Kanu-Freestyle in Deutschland, da es dort eine der besten stehenden Wellen gibt. Dort findet vom 14. bis 21. Juni die Kanu-Freestyle-Weltmeisterschaft statt, mit 150 Teilnehmern aus 30 Nationen. Die Organisation einer solchen Veranstaltung ist sehr aufwendig, da es viele Auflagen gibt und das Budget oft begrenzt ist. Jonas Unterberg, der selbst Athlet war, ist jetzt Vollzeit in der Organisation tätig und findet das Paddeln definitiv besser als das Organisieren.

Die Weltspitze im Kanu-Freestyle ist breit verteilt, mit guten Athleten aus den USA, Frankreich und England. Deutschland hat amtierende und ehemalige Weltmeister und gute Chancen auf weitere Titel. Die Boote für Freestyle sind kurz und kompakt, damit man Saltos und Schrauben auf der Welle machen kann.

Wer das Spektakel live erleben möchte, kann einfach nach Plattling kommen. Der Eintritt ist frei, und gleichzeitig findet dort ein Bierfest statt. Eine feucht-fröhliche Woche ist also garantiert!

Synchronschwimmen: Eleganz und harte Arbeit

Synchronschwimmen, früher auch Wasserballett oder Reigenschwimmen genannt, gibt es schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Es war ursprünglich eine reine Männersportart, aber ab 1907 waren auch Frauen zugelassen und verdrängten die Männer fast vollständig. Seit 1984 ist es eine olympische Disziplin.

Synchronschwimmen wird oft belächelt, aber es erfordert enorme Fähigkeiten. Eine Synchronschwimmerin muss die Fähigkeiten einer Bodenturnerin, Wettkampfschwimmerin, Eiskunstläuferin, Wasserspringerin und Tänzerin vereinen – und das alles ohne festen Boden oder die Möglichkeit, jederzeit zu atmen. Dazu kommen Anmut, Beweglichkeit und die Abstimmung mit der Gruppe.

Die deutschen Synchronschwimmerinnen Klara Beers Bayer und Amelie Blumental Harz haben bei der Europameisterschaft Bronze geholt, und Klara Bayer gewann sogar dreimal Metall, darunter als erste Deutsche überhaupt einen Europameistertitel im Solo-Wettkampf. Trotz dieser Erfolge stehen die Athletinnen vor finanziellen Herausforderungen. Die Reisekosten für die Weltmeisterschaft in Singapur sind hoch, und ein Großteil muss von den Sportlerinnen selbst getragen werden, da die Fördermittel nicht ausreichen. Das ist ein großes Problem, denn Sportler sollten nicht wegen fehlenden Geldes auf die Teilnahme an wichtigen Wettkämpfen verzichten müssen.

Tennis: Eine Wildcard-Sensation bei den French Open

Bei den French Open gab es eine wunderbare Geschichte: Die Französin Loa Boisson, die mit einer Wildcard gestartet ist, hat es bis ins Halbfinale geschafft. Das ist eine Sensation, denn sie ist die erste Wildcard-Spielerin seit 1968, die so weit gekommen ist. Außerdem ist es ihr Grand-Slam-Debüt, und nur zwei Spielerinnen vor ihr haben das geschafft. Boisson wird in der Weltrangliste um etwa 300 Plätze klettern und könnte zur besten französischen Tennisspielerin aufsteigen.

Ihre Geschichte ist besonders berührend, da sie vor einem Jahr kurz vor ihrem ersten Grand-Slam-Auftritt einen Kreuzbandriss erlitt. Jetzt wird sie von einem ganzen Land getragen. Solche Geschichten zeigen, dass sich harte Arbeit und Leidenschaft auszahlen können.

Eishockey: Deutsche Erfolge in der NHL und WM-Ausblick

Im Eishockey gab es gute Nachrichten: Leon Draisaitl hat die Edmonton Oilers mit einem Doppelpack zum Sieg im ersten Finalduell der NHL Stanley Cup Finals geschossen. Außerdem gibt es mit Marco Sturm den ersten deutschen Headcoach in der NHL, der die Boston Bruins nächste Saison trainieren wird.

Für die Eishockey-WM 2026 in der Schweiz steht die Auslosung fest. Deutschland trifft auf die Schweiz, Österreich, die USA, Finnland, Großbritannien, Ungarn und Lettland. Das wird eine spannende Gruppe, in der Deutschland gute Chancen hat, aber auch auf starke Gegner trifft, besonders Finnland, gegen die es oft schwer ist.

Handball: Showdown in der HBL

In der Handball-Bundesliga (HBL) steht der Showdown um die deutsche Meisterschaft bevor. Es geht nur noch um Berlin und Magdeburg. Das wird ein grandioses Finale, bei dem die Spannung bis zum Schluss hoch sein wird.

Ausblick auf kommende Events

Neben den bereits genannten Ereignissen gibt es noch weitere spannende Sportevents:

  • Volleyball Nations League (VNL): Die deutschen Frauen haben einen klaren Sieg gegen Korea gefeiert. Die nächsten Gegner sind Olympiasieger Italien, Brasilien und Tschechien.
  • Basketball Bundesliga (BBL): Im Halbfinale der BBL haben die Bayern nach einer überraschenden Niederlage im ersten Spiel eine klare Antwort gegeben und das zweite Spiel deutlich gewonnen. Die Serie zwischen Würzburg und Ulm ist noch offen und verspricht Spannung.

Bleibt dran, um keine Sport-Highlights zu verpassen!

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